Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet hat einen besonderen Flair. Es ist wohl das größte Ballungsgebiet Deutschlands und auch im europäischen Bereich liegt es weit oben. Kein Wunder, denn im Herzen Nordrhein-Westfalens finden sich alle Nationalitäten wieder. Was die meisten mit dem Ruhrgebiet verbinden ist sicherlich der Bergbau. Dieser ist zurück zu folgen bis ins Mittelalter. Das war auch ein Grund der Einwandererfamilien sich in diesem Teil Deutschlands nieder zu lassen. Noch heute ist das Gebiet geprägt von den Arbeitervierteln. In erster Linie gekennzeichnet durch viele kleine so genannte „Zechenhäuser“, die wenig Platz bieten. Durch die damalige Luftverschmutzung und natürlich auch den Kohleabbau sind die Fassaden der alten Häuser noch immer verschmutzt. Diese sind wie ein Einblick in die Vergangenheit. Dort haben Familien auf engsten Raum gehaust, wobei sie womöglich kaum zu Hause waren. Der Bergbau hat gerufen. Nichts desto trotz war es auch eine schöne Zeit, wenn man alt ein gesessene Ruhrpotter befragt. Und diese erzählen auch gerne. Kommt man nicht aus dieser Region, ist man eventuell überrascht über die Offenheit der Menschen. Sie kommen sehr schnell ins Gespräch mit Fremden. Wenn man sie denn versteht. Der Ruhrpott Dialekt ist eher salopp und ungezwungen. „Datt“ und „watt“ statt „das“ und „was“ ist in aller Munde. Diese Wortwahl werden Sie aber eher hören, wenn sie die Wohngebiete und die kleinen Bäckereien, Friseure oder immer noch weit verbreiteten Stehcafés besuchen. In den Städten oder neuen Mitten wird hochdeutsch gesprochen. Dort ist auch oft nicht mehr viel von dem alten Ruhrpott zu erkennen. Das Westfield Centro Oberhausen ist als Beispiel das größte Einkaufszentrum Deutschlands, welches viele Touristen von überall anlockt. Ob schäbig alt oder glänzend neu, in diesem Teil NRW’s werden Sie alles finden. Eins ist auch sicher, Sie werden vielen verschiedenen Menschen begegnen.